Lackierung eines rostigen Heizkörpers – So wird aus alt fast wieder neu

Heizkörper lackieren – Anleitung und Tipps

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Ein rostiger Heizkörper ist kein schöner Anblick – vor allem in Badezimmern macht sich mit der Jahre der Rost breit. Doch bevor ihr einen neuen Heizkörper kauft, zeigt euch dieses Video, wie ihr durch eine Lackierung eines rostigen Heizkörpers aus alt fast wieder neu machen könnt. Mit den richtigen Materialien und etwas Geduld wird euer Heizkörper wieder wie neu aussehen.

Heizkörper lackieren – Die richtige Vorbereitung

Bevor ihr mit dem Heizkörper lackieren beginnt, müsst ihr den Heizkörper gründlich vorbereiten. Der erste Schritt ist die Reinigung. Entfernt sämtlichen losen Rost und Schmutz mit einer Drahtbürste oder einem Schleifpapier. Je gründlicher ihr hier arbeitet, desto besser wird das Endergebnis. Tragt anschließend eine Rostschutzgrundierung auf, damit der Rost nicht durch den neuen Lack durchschlägt.

Das brauchst du für die Lackierung

Für eine erfolgreiche Lackierung Heizkörper benötigt ihr folgende Materialien: Schleifpapier in verschiedenen Körnungen, Drahtbürste, Rostumwandler, Heizkörperlack (hitzebeständig bis 120°C), Malerkrepp, Abdeckfolie, Pinsel und eine Lackierrolle. Im Video werden unter anderem Produkte von Hammerite und Toom verwendet, die ihr auch im Baumarkt findet. Die passenden Produkte für die Heizkörperlackierung gibt es unter anderem bei Amazon. Achtet darauf, dass der Lack speziell für Heizkörper geeignet ist – normale Wandfarbe würde bei Hitze abblättern.

So gelingt die Lackierung Schritt für Schritt

Die Heizkörperlackierung erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst stellt ihr sicher, dass der Heizkörper ausgeschaltet und vollständig abgekühlt ist. Dann schleift ihr die rostigen Stellen an und tragt den Rostumwandler auf. Nach der Trocknungszeit folgt die Grundierung. Erst dann kommt der eigentliche Heizkörperlack zum Einsatz. Tragt ihn dünn und gleichmäßig auf – lieber zwei dünne Schichten als eine dicke. Zwischen den Schichten lässt ihr den Lack gut trocknen.

Tipps für ein perfektes Ergebnis

Beim Heizkörper lackieren gibt es einige Dinge zu beachten: Arbeitet in einem gut belüfteten Raum, schützt den Fußboden mit Abdeckfolie und klebt Ventile und Thermostate sorgfältig mit Malerkrepp ab. Verwendet für schwer erreichbare Stellen zwischen den Heizkörperlamellen einen schmalen Pinsel. Mit der Lackierrolle bekommt ihr die großen Flächen gleichmäßig und ohne Pinselstriche hin. Nach der Trocknung könnt ihr den Heizkörper wieder in Betrieb nehmen.

Welche Materialien eignen sich für die Heizkörperlackierung?

Für die Lackierung eines Heizkörpers solltet ihr ausschließlich hitzebeständige Lacke verwenden, die Temperaturen bis 120 Grad Celsius standhalten. Geeignet sind spezielle Heizkörperlacke auf Acryl- oder Alkydharzbasis. Diese Lacke sind in verschiedenen Farben erhältlich und können mit Pinsel oder Rolle aufgetragen werden. Achtet beim Kauf auf die Herstellerangaben – nicht jeder Lack ist für Heizkörper geeignet. Die richtige Wahl des Lacks ist entscheidend für ein dauerhaft schönes Ergebnis.

Häufige Fehler bei der Heizkörperlackierung vermeiden

Ein häufiger Fehler bei der Heizkörperlackierung ist das Auftragen zu dicker Farbschichten. Lieber zweimal dünn streichen als einmal dick – das verhindert Läufer und Nasen. Auch die Trocknungszeit zwischen den Anstrichen sollte unbedingt eingehalten werden. Ein weiterer Tipp: Lackiert nicht bei zu hoher Luftfeuchtigkeit oder niedrigen Temperaturen, da der Lack dann schlechter trocknet.

Lohnt sich die Heizkörperlackierung oder lieber ein Neuer?

Die Heizkörperlackierung lohnt sich in den meisten Fällen. Ein neuer Heizkörper kostet je nach Größe zwischen 100 und 300 Euro plus Montage. Die Lackierung kostet nur das Material – etwa 20 bis 40 Euro. Voraussetzung ist allerdings, dass der Heizkörper technisch einwandfrei ist. Bei undichten Stellen oder Korrosion, die bereits Löcher verursacht hat, hilft auch die beste Lackierung nicht mehr. In diesem Fall ist ein Austausch die bessere Wahl.

Kosten und Zeitaufwand für die Heizkörperlackierung

Die Kosten für eine Heizkörperlackierung halten sich in Grenzen. Für Materialien wie Schleifpapier, Grundierung, Lack und Abdeckmaterial solltet ihr mit etwa 30 bis 50 Euro rechnen. Der Zeitaufwand beträgt je nach Größe des Heizkörpers etwa zwei bis vier Stunden, verteilt auf zwei Tage wegen der Trocknungszeiten zwischen den Anstrichen. Im Vergleich zu einem Neukauf ist das ein Bruchteil der Kosten.

Heizkörperlackierung in Mietwohnungen – Erlaubnis erforderlich?

In Mietwohnungen solltet ihr vor der Heizkörperlackierung den Vermieter um Erlaubnis fragen. Zwar handelt es sich um eine optische Verbesserung, aber nicht jeder Vermieter stimmt farblichen Änderungen an Heizkörpern zu. Holt vorher schriftlich die Zustimmung ein, um späteren Ärger zu vermeiden. Bei Auszug müsst ihr die ursprüngliche Farbe wiederherstellen, falls der Vermieter dies verlangt.

Fazit zur Lackierung eines rostigen Heizkörpers

Eine Lackierung eines rostigen Heizkörpers lohnt sich in vielen Fällen. Statt einen neuen Heizkörper zu kaufen, könnt ihr mit wenig Aufwand und geringen Materialkosten euren alten Heizkörper wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch nachhaltiger. Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung aus dem Video und den richtigen Materialien ist das Projekt auch für Heimwerker-Anfänger gut umsetzbar. Probiert es aus – euer Badezimmer wird es euch danken!

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