Es war ja bereits gestern anzusehen…das wird nicht einfach! Aber dass es so heftig wird, hätte sich nie jemand vorher vorstellen können.
Umfang des Homeschoolings
Teilweise hörten wir von unseren Kindern immer, dass in der Schule viel ausfällt oder kaum Unterricht stattfindet. Im krassen Gegensatz hierzu stehen nun die Aufgaben die wir von allen drei Schulen (Gymnasium, Realschule und Grundschule) erhalten.
In der Summe erscheint es doch recht viel, was in der Schule vermittelt wird. Zumindest jetzt wo die Kids sich alles selbst aneignen sollen.
Der Wahnsinn für uns Eltern
Es stellt sich allerdings die Frage, ob den Verantwortlichen in den Schulen bewusst ist, welche Aufgabe nun die Eltern zu Hause wahrnehmen müssen. Bei ca. vier Stunden Unterrichtsstoff für die Grundschule und ein wenig mehr Stoff bei den anderen Schulen kommen wir Eltern wirklich an unsere Grenzen. Denn eigentlich ist den halben Tag über keine Zeit mehr für nichts, weil wir ständig zwischen den Kindern hin- und herspringen. Denn jeder der Kinder hat Fragen zum Unterrichtsstoff oder ggf. auch einmal technische Probleme. Letztendlich fühlen wir uns dann auch noch dazu verpflichtet, den erarbeiteten Unterrichtsstoff – so gut es geht – zu überprüfen und mit den Kindern zusammen zu korrigieren.
Umso erstaunlicher ist es dann – vor dem Hintergrund, dass den Schulen eigentlich bewusst sein müsste, was da von den Eltern verlangt wird – dass selbst für nicht zwingend relevante Fächer wie Kunst, Religion etc. Unterrichtsstoff zum selbstständigen Erlernen mit Aufgaben zur Verfügung gestellt werden.
Schauen wir einmal, wie sich das alles in den nächsten Tagen entwickeln wird.
Materialien
So langsam wird uns klar, dass der Papiervorrat schneller als sonst zuneige gehen wird. So beschließen wir kurzerhand in die Metro zu fahren und neben Papier und einigen Leckereien noch Burger Buns und Burger Patties zu kaufen. Unserer Nachbarin haben wir bei der Abfahrt noch versprochen, Toilettenpapier mitzubringen.
In der Metro bekommen wir dann eigentlich auch alles, außer Toilettenpapier. So mussten wir unsere Nachbarin leider enttäuschen. Dafür wird am Nachmittag der Grill angeschmissen. Es gibt leckere Burger mit Pommes.
Der Alltag im Home-Office als Familie
Neben den dringend benötigten Lebensmitteln und dem Grillgut haben wir uns Gedanken über die praktische Umsetzung des Homeschoolings gemacht. Es zeigt sich schnell, dass eine reine digitale Kommunikation nicht für alle Altersgruppen und Fächer gleichermaßen geeignet ist. Besonders bei jüngeren Kindern stößt der reine Bildschirmkontakt an seine Grenzen, wenn es um komplexe Erklärungen oder kreatives Schreiben geht. Hier haben wir festgestellt, dass ein stabiles Internet und funktionierende Endgeräte zwar die Basis bilden, aber keinesfalls ausreichen. Die echte Interaktion durch eine gemeinsame Anwesenheit im Raum ist oft unersetzlich. Wir empfehlen daher, den Arbeitsplatz der Kinder ruhig zu gestalten, Ablenkungen wie laufende Fernseher oder laute Gespräche auszuschalten und klare Signale für Start und Ende des Lernens zu setzen. Auch die Rotation der Aufgaben ist wichtig: Wer zuerst lernt, wer danach eine Pause macht und wer vielleicht draußen frische Luft schnappen darf, sollte im Voraus geplant sein, um Streitigkeiten vorzubeugen.
Kreativer Ausgleich und Bewegungspausen
Da der reine Unterrichtsstoff oft sehr trocken wirkt und die Konzentration nach kurzer Zeit schwindet, ist es für alle Beteiligten essenziell, regelmäßig Pausen einzulegen. Wir haben uns dazu entschieden, den Nachmittag nicht nur dem Lernen zu widmen, sondern auch aktiv Bewegung und Kreativität in den Plan zu integrieren. Eine kurze Runde im Park oder ein Spiel im Garten hilft den Kindern, Energie abzubauen und den Kopf freizubekommen. Auch kreative Unterbrechungen wie das Malen mit Wasserfarben, das Basteln von eigenen Lernhilfen oder das gemeinsame Kochen nach einem Rezept aus dem Supermarkt bringen Abwechslung. Diese Momente stärken die Bindung zwischen Eltern und Kindern und zeigen, dass Lernen auch Spaß machen kann, wenn es nicht nur aus Büchern besteht. Besonders gut funktionieren solche Aktivitäten an Tagen, an denen der digitale Unterricht besonders intensiv war.
Organisation und Ressourcenmanagement
Um den enormen Aufwand zu bewältigen, haben wir uns auf eine strikte Strukturierung des Tagesablaufs verständigt. Ein festes Zeitplan-System hilft dabei, die vielen verschiedenen Anforderungen der drei Schulen nicht zu übersehen. Wir nutzen einfache Checklisten, um sicherzustellen, dass alle Hausaufgaben erledigt werden und keine wichtigen Termine vergessen werden. Gleichzeitig ist es wichtig, realistisch zu bleiben: Nicht jeder Tag wird perfekt verlaufen, und das ist auch so okay. Wenn mal etwas schiefgeht oder die Konzentration fehlt, dann hilft es mehr, mit Geduld weiterzumachen als sich zu stresen. Auch der Austausch unter anderen Eltern in der Nachbarschaft oder im digitalen Raum kann wertvolle Tipps liefern, wie man bestimmte Themen besser erklärt oder wo man zusätzliche Materialien findet. Wichtig ist vor allem, dass alle Beteiligten – Kinder und Eltern – offen über ihre Schwierigkeiten sprechen können, ohne dass daraus Schuldzuweisungen entstehen.
KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI ergänzt.





